staunen, nicht ärgern

Nationale Bildungsplattform. Da gehen hin eure Millionen III

ad 8: Wie wird der Erfolg gemessen?

Für die Nationale Bildungsplattform entstehen im Sinne eines Ideenwettbewerbs ab dem 20.09.2021 drei – einschließlich des im Vorgriff realisierten Prototyps ‚BIRD‘ vier – Plattform-Prototypen. Die Evaluation dieser Prototypen mündet 2022 in einen Beschaffungsvorgang für eine Nationale Bildungsplattform. Erst in diesem Zusammenhang können messbare Ziele einer entsprechenden Infrastruktur definiert werden.

Da hat er wohl die Frage nicht verstanden, was sich damit erklärt, dass er wohl noch nie in der Wirtschaft gearbeitet hat. Die Frage ist, anhand welcher Kriterien denn die Prototypen, von denen bislang kein Mensch weiß, was sie eigentlich leisten sollen, überhaupt beurteilt werden. Vermutlich ist ein Kriterium, die Nähe der handelnden Akteure zum BMBF. Man kann nur hoffen, dass die bei dem nun anstehenden Regierungswechsel nicht mehr gegeben ist.

ad 9: Warum sollen die Akteuer am Markt sich dafür interessieren ?

Aus Sicht des BMBF bietet die Nationale Bildungsplattform Bildungsanbietern unter anderem die Möglichkeit,
a: – individuelle Angebote für große Nutzergruppen zugänglich zu machen;
b: – digitale Nachweise über die Lernergebnisse ihrer Weiterbildungsangebote auszustellen;
c: – bildungsbereichsübergreifende Angebote zu konzipieren und mit Partnern im Digitalen Bildungsraum zu kooperieren;
d: – auf der Basis gemeinsamer Kompetenzbeschreibungen, Werkzeuge und Tools mit anderen Anbietern zu kooperieren und Spezialisierungen vorzunehmen;
e: – das Plattform-Ökosystem um die Nationale Bildungsplattform für Kollaboration und Kooperation mit zahlreichen Technologie- und Anwendungspartnern zu nutzen;
f: – Angebote, Prozesse und Strukturen weiterzuentwickeln und eine aktive Rolle bei der Weiterentwicklung von Bildungsplattform und Bildungsraum spielen.
Anbieter sind eingeladen, weitere Use Cases zu definieren und im Kontext der Nationalen Bildungsplattform zu realisieren.

Au Mann. a) Prinzipiell ist ein digitales Lernmedium, egal ob app, kindle, website, pdf, etc. MILLIARDEN von zugänglich. Dafür braucht es keine Nationale Bildungsplattform. Das ist ein Marketingproblem und hier spielen eben die bekannten Akteure eine Rolle. Google und Co, die App Stores, youtube, Amazon, Amazon Kindle, etc. etc.. Marketingtechnisch ist die Nationale Bildungsplattform vollkommen irrelevant und wird ewig irrelevant sein. So irrelevant wie www.wirlernenonline.de, schulcloud und was es sonst noch alles gibt an mit Steuergeldern gemästeten Unsinn. b) Irgendwelche Zertifikate über Lernergebnisse kann jeder Anbieter ausstellen, sie sind nur wertlos. Anerkannte Anbieter wie, im Sprachenbereich TELC, DELE, DELF, TOEFFLE etc. werden nicht koopieren, die haben nichts davon, genau so wenig Anbieter im Bereich Informatik, also Microsoft, CISCO, Google, etc… und die IHK bzw. die Handwerksammer sowieso nicht. c) ???? Und wozu brauchen Anbieter eine Nationale Bildungsplattform um zu kooperieren ??? Das passiert bereits jetzt, TAUSENDFACH, jeden Tag. d) siehe c). e) siehe d) und c).

Die Einladung wird nicht viel nützen, weil unklar ist, was die Einladung bringt.

 

 

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