staunen, nicht ärgern

Wie bringt man eine Gesellschaft auf Linie

So ein bisschen à la Schiller

Im Wahnsinn des Einzelnen
zeigt sich die Wahrheit der Gattung

lässt sich das Problem auch im Kleinen beobachten, wo es schon ausreichend merkwürdig ist. Pumpt ein Ministerium, in unserem Beispiel das Bundesministerium für Bildung und Forschung, 630 Millionen Euro in den Markt zu Erstellung einer nationalen Bildungsplattform, siehe www.nationale-bildungsplattform.net, dann hängen sich unendliche viele Leute an diesen Zug und wollen mitverdienen, wobei den meisten wohl im Grunde klar ist, dass das totaler Schwachsinn ist. Würde das Bundesministerium für Bildung und Forschung 630 Millionen Euro austüten für die Produktion von Papierfliegern, pro Stück ein Euro, gäb es Tausende von Leuten, die den lieben langen Tag Papierflieger falten und noch mehr, wenn es zwei Euro pro Flieger gibt.

Ein ähnliches Phänomen haben wir bei der Immobilienblase, die wohl demnächst platzen wird. Im Grunde ist jedem klar, das Immobilien kaufen, verkaufen, wieder kaufen, wieder verkaufen, kaufen und wieder verkaufen eine gesamtwirtschaftlich vollkommen sinnfreie Beschäftigung ist. (Ein Beispiel, wo der homo oeconomicus reichlich desorientiert durch die Gegend läuft, weil der Staat keine marktwirtschaftlich sinnvollen Leitplanken setzt.) An diesem Spiel nehmen aber alle teil. Ausschlaggebend sind schlichte (Fehl)Anreize, generiert durch niedrige Zinsen, wobei die Leute für das Geld keine sinnvollen Anlagemöglichkeiten finden, und nicht irgendwelche tieferen Motive.

 

 

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