staunen, nicht ärgern

Ukraine macht Russland platt, aber die Nato muss aufrüsten ???

Also die Nato Staaten geben etwas 20 Mal soviel für Rüstung aus wie Russland, viel mehr kann die lediglich elftgrößte Wirtschaft der Welt wohl auch nicht ausgeben. Schränkt man den Export von Gas und Öl ein, dürften die Fähigkeiten Russslands in Rüstung zu investieren so ziemlich gegen Null gehen. Derzeit hat Russland massive Probleme, mit der Ukraine, 40 Millionen Einwohner, Militärausgaben 2020 waren knapp 6 Milliarden Dollar, Russland 61 Milliarden Dollar. Also die Russen haben 10 Mal soviel für Rüstung ausgegeben wie die Ukraine und werden im Moment von der Ukraine platt gemacht. Sie können das Land zwar mit Raketen beschießen, kommen aber im Land selbst kaum voran und in drei Wochen gebend die Russen dann auf. Im Falle der Nato wäre ein Beschuss mit Raketen für Russland eher ungünstig, denn die würde zurückschießen und über die Möglichkeiten, Polen, die baltischen Staaten, Moldau, Rumänien dauerhaft zu besetzen, braucht man wohl nach der Ukraine nicht mehr zu diskutieren. Allein die USA hat 2020 beeindruckende 778 Millarden Dollar in Rüstung investiert. Aber so rein von den Militärausgaben her betrachtet, ist Russland schon gegen Deutschland und Frankreich chancenlos, die zwei bringen es auf 110 Milliarden Dollar. Die Tatsache, dass Russland wirtschaftlich völlig von der EU abhängig ist, die EU Länder aber glänzend auch ohne Russland klar kommen, mal ganz abgesehen. Im Falle eines Krieges gegen ein Land der EU, wäre Russland innerhalb kürzester Zeit platt.

Bleibt die Option mit atomaren Waffen. Nach deren Einsatz wäre die Welt zwar vernichtet, aber die 100 Milliarden Euro „Sondervermögen“, also neuerdings sind Schulden Vermögen, ändern daran leider gar nichts, rein gar nichts. Das einzige, was man sich vorstellen kann, ist, dass Russland innerhalb von ein paar Tagen militärisch am Abgrund steht und dann, wenn dort ein Verrückter wie Putin regiert, seine atomaren Sprengköpfe abfeuert, was dann wiederum dazu führen würde, dass die Nato atomar zurückschlägt. Das wäre dann das Ende der Welt. Das wäre zwar ausgesprochen bedauerlich, aber an dem Szenario ändern die 100 Milliarden „Sondervermögen“ für Rüstung rein gar nichts. Anders formuliert: Eine Erhöhung der Rüstungsausgaben sind reiner, vollkommener und totaler Schwachsinn. Das ist die einzige Leere, die man aus dem Ukraine Konflikt ziehen kann.

Lernen kann man noch was anderes: Entscheidend sind Defensivwaffen, also Luftabwehrsysteme und panzerbrechende Systeme, also Patriot, Stinger, Javalin, Milla etc… Man braucht keinen Panzer um einen Panzer bzw. Tos2 abzuschießen. Dafür braucht man panzerbrechende Systeme und um einen Flieger vom Himmel zu holen, braucht man keine F35, sondern sowas wie Patriot. Angriffswaffen wie Panzer oder F35 braucht man nur, wenn man in Russland einmarschieren will, das will aber niemand. Kartoffeläcker haben wir mehr als genug und Land ist auch nicht das Problem, aber 100 Milliarden Euro in solar getriebene Wasserentsalzungsanlagen wären ein echter Game Changer, vor allem in Bezug auf das Klima. Mit 100 Millarden Euro investiert in solargetriebene Wasserentsalzungsanlagen, könnte man riesige Gebiete des Maghreb bewässern, begrünen und CO2 aus der Luft saugen.

Allerdings stellt sich noch eine Frage. Vermutlich ist Putin jetzt platt, fraglich, ob er diesen Krieg überhaupt politisch überlebt. Unter Umständen überlebt er das nicht mal physisch. Dann stellt sich erst recht die Frage, was man mit den zusätzlichen totschicken Fliegern, Panzern, Raketen anfangen soll, denn nach Putin geht der Nato der Feind aus. Dann haben wir in den Kasernen einen Haufen nutzlosen Schrott rumstehen, mit dem keiner was anfangen kann.

Sollte sich jemand einbilden, dass der Schrott einen Vorteil bringt in der Auseinandersetzung mit China, dann liegt er völlig falsch. Xi Jinping dürfte jetzt gelernt haben, dass man Taiwan zwar bombardieren und komplett zerstören kann, wovon er nichts hat, aber dass es verdammt schwierig ist, ein Land dauerhaft zu besetzen, wenn dieses in unbegrenzter Menge mit Defensivwaffen versorgt wird, was ja im Falle eines Angriffs auf Taiwan der Fall wäre. Defensivwaffen sind aber ziemlich billig. Die Javelin kostet 200 000 Dollar pro Stück und jeder Schuss 100 000 Dollar. Der Panzer der damit platt gemacht wird, also z.B. der modernste russische Panzer T14 kostet aber 7 Millionen Euronen. Man kann also davon ausgehen, dass den Russen bzw. Chinesen schneller die Panzer ausgehen, also den Amis die Javalin.

Was uns als Christine Lambrecht, Olaf Schulz, Annalena Baerbock, Friedrich Merz etc. predigen ist der reine Wahnsinn. Das Schlachtfeld sind nicht irgendwelche Kartoffeläcker, wo Panzer auf Panzer ballern, sondern die Wirtschaft. Machen sich die Chinesen auf dem afrikanischen Kontinent breit, was sie tatsächlich tun, gewinnen sie wirtschaftlich die Oberhand und das wird im Konfliktfall zum Problem. Die Chinesen haben dann die Rohstoffe, die Absatzmärkte, Länder, die von ihrer Technologie abhängen und Länder, die nach ihrer Pfeife tanzen. Dann kann es passieren, dass die westlichen Industriestaaten in der Situation sind, in der jetzt Russland ist. Die Schlacht wird nicht auf dem Kartoffelacker gewonnen, sondern dadurch, dass der Schnapshahn abgedreht wird. Also 100 Milliarden Euro in Entwicklungshilfe, solargetriebenen Wasserentsalzungsanlagen, kleinteilige Windkraftanlagen, Universitäten, Schulen, Krankenhäuser, flächendeckendes Internet, Wasseraufbereitungsanlagen, etc. etc.., also alles was Afrika an die westliche Welt bindet, machen sehr viel Sinn, militärisch, politisch und im Hinblick auf das Klima und wäre ein Beitrag zur Reduzierung der Migrationsbewegungen. 100 Milliarden Euro „Sondermögen“ in Rüstung macht allerdings überhaupt keinen Sinn.

Das ist in nuce die viel zitierte Zeitenwende. Die Grünen sind zur Idiotenpartei geworden und warum man jetzt ausgerechnet in Bezug auf die Produktion von Wasserstoff mit den Vereinigten Arabischen Emiraten kooperieren muss, bleibt das Geheimnis von Robert Habeck. Thermsolaranlagen, so Anlagen gibt es bereits in Spanien, kann man in jede Wüste setzen und den Strom zu Wasserstoff verarbeiten. Da gibt es im Maghreb eine Menge sympathischere Optionen als Muhammad bin Raschid Al Maktum. Verglichen mit diesem Finsterling, ist RasPutin geradezu sympathisch.

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