staunen, nicht ärgern

Nationale Bildungsplattform, 630 Millionen Euro. Da gehen sie hin, eure Millionen.

Last not least. So schrecklich kompliziert ist das nicht, mit den digitalen Lernmedien, genau genommen braucht man hierzu nicht mal ein Internet. Die Sprachportale der infos24 GmbH liegen z.B. in allen Formaten vor, app, zip, pdf, Buch, iBook, eBook laufen auf allen Geräten und wenn gar nichts mehr geht, dann eben als Buch auf Papier. Das Problem digitaler Lernmedien ist nicht der Transport derselben, wir transportieren das quer über den ganzen Globus, nach Südamerika, Indien und Südafrika, das hat uns noch nie beschäftigt. Was uns beschäftigt, ist der Inhalt. Den zu erstellen ist tatsächlich time consuming. Das Problem ist, das Lehrer derzeit den Vorteil digitaler Lernmedien noch nicht so richtig erkennen und nach den Sommerferien genau so weiter machen werden, wie vor der Pandemie. Der ganze Technikkram war ein workaround, also eine Notlösung, wenn Kopiervorlagen nicht mehr in der Klasse ausgeteilt werden können, hatte aber aus der Sicht der Lehrer keine Vorteile. Der challenge besteht darin, Lehrern klar zu machen, dass digitale Lernmedien in bestimmten Kontexten Vorteile bieten, völlig unabhängig davon, ob der Unterricht offline oder online gehalten wird. Sind sie davon nicht überzeugt, braucht man kein www.wirlernenonline.de, kein www.mundo-schule.de, kein moodle, kein SAP, keine Bildungsplattformen der Bundesländer und erste recht keine nationale Bildungsplattform. Wenn es nichts zu transportieren bzw. zu finden gibt, braucht man keine Nationale Bildungsplattform.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.