staunen, nicht ärgern

Spiegel, FAZ, Bertelsmann, RP-Online lassen mit KI über die Firma Retresco Texte generieren????

Steht zumindest auf deren Website

https://www.retresco.de/

Bzgl. RP-Online haben die dann noch eine „case study“.

https://www.retresco.de/files/Mediathek/Publikationen/Success%20Story%20Retresco%20RP%20Online.pdf

Da steht dann zusammengefassst, dass die clickrate steigt, wenn man mehr Textmüll produziert. (Besonders erfoglreich sind die nicht, fast 9 Millionen Bilanzverlust.)

No clue, ob das alles stimmt, müsste man recherchieren, was tatsächlich Zeit, Geld und Nerven kosten würde, darin besteht aber eben der Witz des Journalismus. Es geht eben gerade nicht darum, bereits VORHANDENE Informationen zu paraphrasieren, das kann jeder Depp und eben auch KI, sondern NEUE Informationen zu generieren und besonders interessant sind eben die Informationen, bei denen irgendjemand ein nachhaltiges Interesse hat, sie NICHT veröffentlicht zu sehen. Informationen die jemand veröffentlicht haben will, z.B. über Celebrities, die leben davon, dass irgendjemand die Menschheit darüber informiert, von welchem Lover sie sich getrennt haben, wer der neue Lover ist, welcher Lover dem anderen Lover eine Ohrfeige verpasst hat, ob der Lover krank ist oder fremd geht, gibt es an jeder Ecke. Relevant sind so gefühlte 100 000 andere Informationen, da wird das business aber mühsam.

Mal ein paar Beispiele: Bei online Delikten, also ausgeraubte Bankonten, fake shops, address Diebstahl etc. versuchen die Tech-Firmen ja mit GEWALTIGEM Aufwand die Probleme einzudämmen, was ja sehr löblich ist, auch wenn das bei Amazon, Google, Apple, Pay Pal etc.. aus Verkäufersicht, wir verscherperln unsere Produkte auch über diese Plattformen, zu komplizierten Anmeldebedingungen führt. Aber wir sehen das ein. Da der Staat nichts tut, versuchen die das Problem zu lösen. Bei geknackten Bankkonten, fake Shops etc. wäre das Problem natürlich einfach zu lösen. Da meine Adresse, also infos@infos24.de öffentlich ist, bekomme ich so jeden zweiten Tag eine pishing mail, eine mail die eine fake Shop bewirbt und allen möglichen anderen Blödsinn. Da hab ich dann, in der Vergangenheit, eine mail geschickt an https://www.bka.de/DE/KontaktAufnehmen/HinweisGeben/hinweisgeben_node.html. Beim letzten mail ging es um einen Fake Louis Vuitton Shop. (Also aus 2200 Euro für Täschchen mit Farbtufpern wurden 120 Euro, was eigentlich der korrekte Preis wäre, aber das ist ein anderes Thema.) Und was passiert dann? NICHTS. Bei gehackten Bankkonten ist das noch krasser. Das Konto einer Kundin von uns wurde gehackt, Verlust 20 000 Euro. Da hab ich mal reingehängt und versucht die Kriminalpolizei zeitnah dazu zu bringen, den Konten hinterherzurecherchieren, auf die das Geld abgeflossen ist. Problem: Das interessiert die einen Scheiß. (Genau genommen kam die Kriminalpolizei dann nach drei Monaten mal angedackelt und hat den Rechner untersucht und festgestellt, dass der Rechner nicht nur die Zugangsdaten abgegriffen hat, sondern obendrein auch noch die Daten verschlüsselt hat. So einen Banking Trojaner gab es mal. Nach drei Monaten war der Drops aber gelutscht.) Genau genommen ist das Problem aber anders. Erhält die Polizei einen konkreten Hinweis, dass eine Organisation versucht ein Konto zu hacken, solche Hinweise hat sie von mir bekommen, ein paar Tausend im Monat könnte sie einsammeln, wenn sie das offensiv bewerben würde, dann könnte sie das Spiel einfach mal mitspielen und live beobachten, bei Kooperation mit den entsprechenden Banken und anderen billing services im Internet, wohin das Geld fließt. Irgendwann müssen sich die Täter mal offenbaren und dann hat man sie. Wissen die Täter, dass das passiert, dann werden die das lassen. Hier könnte man mal recherchieren, warum die Kriminalpolizei derart umfassend unfähig ist. Dafür, also für die Live-Verfolgung, braucht es nicht mal besondere Expertise.

Anderes Beispiel: Die Ausbildung zum Krankenpfleger und Altenpfleger wurde zusammengelegt zum Pflegefachmann. Drauf gekommen bin ich darauf wegen den Sprachportalen. Wegen der www.curso-de-aleman.de gibt es alle möglichen Leute, die mich aus allen möglichen Gründen kontaktieren. Die gehen davon aus, dass ein Linguist irgendwie für alles zuständig ist und von allem Ahnung hat, hahahaha. Da gibt es dann Tausende Probleme. Das erste Problem ist, dass zwar die Berufe zusammengelegt wurden, aber nicht die Curricula. Ist der Ausbidlungsbetrieb ein Pflegeheim, dann läuft die Schule noch dem alten Muster und das Pflegeheim ist kein Krankenhaus, die Anforderungen sind völlig unterschiedlich. Die Leute haben dann zwar ein Papier, aber die Krankenhäuser, zumindest mal die Charité in Berlin, stellen die Leute nicht ein. Hintergrundn ist, dass man die Ausbildung zum Altenpfleger aufwerten wollte, weil man billiger Arbeitskräfte braucht, die Pflegeheime sind nämlich bei 12 Euro Mindestlohn nicht mehr wirtschaftlich tragfähig. Macht ein nicht EU Bürger diese Ausbildung, dann ist das eine Schlacht mit der Bürokratie. Eigentlich interessantes Thema, gesellschaftlich hoch relevant, erfordert aber mehr Recherche als die Frage welche Frau wo die Männlichkeit von Boris Becker wie bedient hat und was das Resultat ist und welche Tätigkeit dieses Resultat heute nachgeht. (Wer es unbedingt wissen will. Sie tanzt.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert